Die Männeriege wurde anlässlich der 2. Generalversammlung des Ak-tivvereins, am Donnerstag, 12. März 1953, um 20.00 Uhr, im Gasthaus Ehrlen in Ibach gegründet.
Zitat aus der Einladung zur Generalversammlung:
"Die Männerriege umfasst als Mitglieder Männer, die grundsätzlich auf dem Boden christlicher Weltanschauung stehen. Sie bezweckt, ihren Mitgliedern Gelegenheit zu gesundheitsfördernden Turn- und Spiel-übungen zu geben, dem Turnverein ältere Turnkamerden in Freund-schaft zu erhalten. Diesen Zweck sucht die Männerriege insbesondere zu erfüllen durch Abhaltung von allwöchentlichen Turn- und Spielstun-den, die ohne Zwang besucht werden können. Die Mitglieder sind grundsätzlich Passiv-Mitglieder des TV Ibach und bezahlen als solche den jeweiligen Beitrag. Der Obmann der MR hält die Verbindung mit dem TV aufrecht und ist als solcher Mitglied des Vorstandes."
Als Mitglieder der MR bezeichneten sich auf der Präsenzliste:
Imboden Max, Annen Karl, Vetter Hans, Camenzind Alois sen., Büeler Josef, Hediger Arnold, Ulrich Alois.
| 1953 | In Ibach wurde ein Männerturnverein gegründet, der sich dem ETV an-geschlossen hat. Mit Datum vom 31. August 1953 erhielten wir vom neugegründeten Verein folgendes Schreiben: "Anmit bringen wir Ihnen höflich zur Kenntnis, dass wir den Männer-turnverein Ibach gegründet haben. Wenn wir uns dem E.T.V. angeschlossen haben, so soll das keineswegs bedeuten, dass wir gegen die Bestrebungen des Turnvereins Ibach ar-beiten werden. Im Gegenteil, wir sind bestrebt, mit Ihnen das turneri-sche Leben in der Filiale zu fördern und hoffen auf Ihr Verständnis für unsere Sache zählen zu dürfen. Der Präsident: Willy Janser" Dem Antwortschreiben des TV Ibach vom 3. September 1953 ist zu entnehmen, dass man an diesem Schritt keine Freude hatte. Es wird dar-in festgestellt, dass der TV Ibach bereits seit 1951 bestehe, dass am 13. März 1953 für die älteren Turner eine Männerriege gegründet worden sei, die aber wegen fehlender Turnhallen den Turnbetrieb noch nicht aufnehmen konnte. Es wird darauf hingewiesen, dass ein Berichterstat-ter im "Luzerner Tagblatt" schreibt, dass der MTV unzweifelhaft als Nachfolger des einstigen TV zu betrachten sei. Da für Ibach zwei Turn-vereine und eine Männerriege nicht von Nutzen sein könne, sei der Zweck der neuen Vereinsgründung nur die Konkurrenzierung und die Gründung einer ETV-Sektion. Der KTV habe bisher in kleineren und mittelgrossen Orten keine Sektionen gegründet und werde dieses unge-schriebene Gesetz bei Gegenrecht durch den ETV einhalten. Man schlug vor, die neugeschaffene Lage friedlich und fruchtbringend miteinander zu besprechen. Mit diesem Verhandlungsangebot war der MTV einverstanden und so traf sich am Abend des 17. Septembers je eine Viererdelegation der bei-den Vereine. Aus einem vom Präsidenten des TVI angefertigten mehr-seitigen Protokoll ist zu entnehmen, dass die beiden Parteien ihre Stand-punkte darlegten, dass aber auch beiderseits gewisse Missverständnisse vorlagen. Da aber auch keine der beiden Parteien aufzugeben bereit war, blieb nur die Hoffnung auf ein gutes Nebeneinander in der Zukunft. |
| 1954 | Aus dem Protokoll der Vorstandssitzung vom 29.Dezember: Der Schulrat hat beschlossen, dass 1 Mittwoch für die Männerriege zur Verfügung steht, während der darauffolgende vom FC Ibach bean-sprucht werden kann. Um eine möglichst grosse Zahl von Männer-rieglern in der Turnhalle zu haben, wird beschlossen, dass diese für je-den Abend mit Karte eingeladen werden. Chronist) im Herbst 1954 wurde die Turnhalle betriebsbereit. |
| 1955 | Dem Kassier der Männerriege, Albin Zehnder, wird als Grundstock Fr. 20.- übergeben.(29.November). |
| 1956 | Generalversammlung des Aktivvereins am 19. Februar: Erfreulich ist die Mitteilung des Obmannes Alois Camenzind, dass die Riege jetzt 25 Mann stark ist. Der Todesfall von Martin Fuchs und zwei Austritte haben die Reihen etwas gelichtet. Er wünscht durch regeren Turnstundenbesuch nächstes Jahr jeden Abend 20 Männer in der Turn-halle. Jahresbeitrag wird freiwillig auf Fr. 6.- festgelegt. Toni Gisler stellt den Antrag, dazu müsse obligatorisch jeder den Passivbeitrag an den TV bezahlen. Josef Büeler gibt zu bedenken, dass das zu grosse Ausgaben gebe, worauf Gisler seinen Antrag zurückzieht. |
| 1963 | 10. Generalversammlung der Männerriege: 5 Teilnehmer von 21 eingeschriebenen Mitgliedern. Turnstundenbesuch war schlecht und wegen ungenügender Beteiligung konnte oft überhaupt nicht geturnt werden. Wahl eines neuen Dreiervorstandes: Präsident/Oberturner: Meiri von Reding, Kassier: Albin Zehnder, Aktuar: Josef Schönbächler. |
| 1964 | Auszug aus dem Protokoll Aktivverein (22.9.): Besorgt um den Nachwuchs der Männerriege, notiert M. von Reding die älteren, kaum mehr aktiv mitmachenden Turner, um sie für die Männer-riege zu begeistern. |
| 1965 | Die Halle wurde während des Winters dem FC Ibach überlassen. 1966 Der Etat der Männerriege weist 19 Mitglieder aus. Im November wurde das gemeinsame Turnen mit den Senioren des FC Ibach begonnen, was sich auf den Turnstundenbesuch sehr vorteilhaft auswirkte. |
| 1967 | Geturnt wurde bis vor das Turnfest, während des Sommers wurde nichts gemacht, ein Anlauf im Herbst fand kein Echo, an der Wanderung nah-men 2 Mann teil, am Kegeln im Edelweiss 4 Mann, im Herbst wurde die Halle wieder den Senioren des FC überlassen. |
| 1968 | Auf das Turnfest Einsiedeln erfolgte eine Instruktion im Faustball durch Paul Caspar Zug. Am Turnfest Einsiedeln erfolgte der erste öffentliche Auftritt. |
| 1969 | An der Vorstandssitzung des Aktivvereins (5.3.) war das Traktandum "Situation der Männerriege" auf die Geschäftsliste gesetzt. Wegen Feh-lens des MR-Obmanns konnte deshalb der vorgeschlagene Zusammen-schluss unserer MR mit dem Männerturnverein ETV nicht diskutiert werden. 1.4. Der Vorstand des Aktivvereins nimmt zur Kenntnis, dass sich in-zwischen beide Männerriegen zur Beibehaltung der heutigen Form ent-schlossen haben. Der Beschluss der GV ETV lautet: Ein gemeinsames Training von ETV und KTV sei nur dann möglich, wenn die Mitglieder des KTV sich dem ETV anschliessen werden. Der MR-Obmann gibt zu Protokoll, dass er nie den Auftrag erhalten ha-be, Verhandlungen für einen Zusammenschluss der beiden Vereine ein-zuleiten. Dem Vorstand des Aktivvereins sei hier ein Missverständnis unterlaufen. Dank dem gemeinsamen Training mit den Senioren des FC Ibach konn-ten wir unsern Turnabend erhalten. Am Spiel- und Stafettentag nahmen 2 Mannschaften teil. Vereinsbummel zusammen mit Turnverein nach Lipplisbüöl, am Turnerabend führten wir die Wirtschaft, ein paar mal gingen wir kegeln. Riegenbestand 22 Mann. |
| 1971 | 3.2. Neuer Vorstand: Präsident Werner Schelbert, Kassier: Lorenz In-derbitzin, Beisitzer: Werner Wappis, Techn. Leiter: Meiri von Reding, Aktuar: Josef Schönbächler. Der Mitgliederbestand ist auf 25 gestiegen, der Jahresbeitrag wird auf Fr. 12.- erhöht. "Der Aktivverein versucht seine älteren Mitglieder zu Turnstunden für Aeltere unter Leitung von Toni Wolfisberg zu verpflichten. Meiri findet das nicht ganz korrekt. Werner Wappis kann aber mitteilen, dass es sich bei diesen älteren Mitgliedern nicht um solche handelt, die in die Män-nerriege eintreten wollen. Der Versuch scheine aber bereits wieder zu versanden. Dies ist von Standpunkt des Sportes aus zu bedauern. Wer-ner Schelbert ist auch der Meinung, dass es sich lediglich um eine Reak-tivierungsmassnahme für diese Mitgliederkategorie, nicht aber um die Gründung einer neuen Riege handle." |
| 1972 | Nachdem die Männerriege schon bisher gegenüber dem Kantonal- und Schweizerverband ein eigener Verein war, gibt sich die MR erstmals ei-gene Statuten. "Die Männerriege Ibach ist eine selbständige Sektion des TV Ibach..."§ 10:Die Mitgliedschaft zur Männerriege verpflichtet zur Entrichtung eines Jahresbeitrages, dessen Höhe von der Generalver-sammlung festgesetzt wird. (Die Männerriegler sind also nicht mehr ob-ligatorisch Passivmitglieder der Aktivsektion).§ 9: Der Präsident der MR vertritt diese im Vorstand des KTV Ibach. Der Präsident des Aktiv-vereins und die Präsidentin der Turnerinnen haben an den Versammlun-gen der MR stimmberechtigten Zutritt. Der Jahresbeitrag wird auf Fr. 15.- erhöht.(4.Januar). Der Mitgliederbestand ist trotz Wegzügen durch Neueintritte bei 25 sta-bil geblieben. 40 Turnstunden angeboten. Turnstundenbesuch erfreulich zugenommen. Teilnahme an 2 Faustballturnieren. Ausflug nach Alp-nach zu Toni Wolfisberg. Erstmals Rangturnen durchgeführt. |
| 1974 | An GV 1.2.: Beitragserhöhung auf Fr. 20.-. Letztes Jahr 41 Turnstunden abgehalten. Aktivitäten: März-Skiweekend auf dem Stoos, Besuch des Hallenbades Baar, 2 Mannschaften am Spieltag in Freienbach, Absol-vierung Vita-Parcours mit anschliessendem Bad im Lauerzersee, Besuch der MR Urtenen/Schönbühl an der Kilbi, Faustballturnier in Luzern. 13 Teilnehmer am Schlussturnen. |
| 1975 | Generalversammlung 15.2: Die MR war organisatorisch dabei am Tur-nerabig des KTV Ibach, beim Turntag in Muotathal, an der Kilbive-ranstaltung. Teilnahme mit 2 Mannschaften am Spieltag in Wollerau. Treffen mit MR Urtenen/Schönbühl mit 12 Teilnehmern. Mitwirkung am Lottomatch in Küssnacht und Schlussturnen mit 12 Absolventen und Camenzind Josef als Sieger. |
| 1983 | Delegiertenversammlung KTSVS organisiert |
| 1984 | Männerriegensporttag organisiert |
| 1987 | Am 28. Juni fand unter grosser Beteiligung das Familienpicknick statt. Ein weiterer gesellschaftlicher Höhepunkt war die Vereinsreise ins El-sass und in den Schwarzwald. Zu Ehrenmitgliedern werden Ruedi Horat und Josef Schönbächler ernannt. |
| 1988 | In diesem Jahr stand wiederum das Familienpicknick am 19. Juni, das Männerriegentreffen mit den Kameraden aus Schönbühlim September und die Organiation der Kantonalen Delegiertenversammlung nebst dem Klausabend und dem Mitmachen an den Turnerunterhaltungsabenden auf dem Programm. |
| 1990 | Der Schweiz. Nationalturntag SKTSV vom 8./9. September 1990 wurde von der Männerriege unter Mithilfe von Turnerinnen und Turnern des TV Ibach organisiert. |
| 1992 | Jugendriegentag und Delegiertenversammlung KTSVS organisiert. Der Mitgliederbeitrag wird auf Fr. 40.- erhöht. |
| 1997 | Anlässlich der Generalversammlung vom 18.01.1997 werden neue Sta-tuten in Kraft gesetzt, welche diejenigen vom 4. Januar 1972 ersetzen. In einer ganzseitigen Reportage im "Bote der Urschweiz" vom 22. Ja-nuar 1997 stellten wir unsern Verein und sein Programm vor. Die Hoff-nung, dadurch neue Mitglieder zu gewinnen, erfüllte sich nicht. |
| 1998 | Mithilfe bei der Organisation des Kantonalen Sporttages und der Mehr-kampf-Schweizer-Meisterschaften durch den TV Ibach. Dabei ist der Handballtag durch unsern Spielchef Louis Kälin mit Hilfe einiger Män-nerriegler organisiert und durchgeführt worden. |
| 1999 | Die Generalversammlung erteilt dem Vorstand folgenden Auftrag: "Der Vorstand führt mit den Organen des TV Ibach Gespräche bezüg-lich eines möglichen Zusammenschlusses der beiden Vereine. Dazu ge-hört die Abklärung über den möglichen Status der Männerriege im Turnverein, die Finanzen usw.. Der Vorstand erstattet an einer ausseror-dentlichen GV Bericht und zeigt die Möglichkeiten auf." Grund zu diesem Beschluss ist die Ueberalterung des Mitgliederbestan-des der Männerriege. So sind von 40 Mitgliedern 11 älter als 70, 8 zwi-schen 60 und 70, 12 zwischen 50 und 60 und nur 9 jünger als 50. Es werde auch immer schwieriger, Leute für Vorstandsämter zu finden. Da wir praktisch über keinen Nachwuchs mehr verfügen, muss etwas unter-nommen werden. Aus den Beratungen zwischen Männerriege und Turnverein ergibt sich der Vorschlag, dass die Männerriege ihren bisherigen Turnabend am Mittwoch aufgibt und dafür am Dienstag von 18.00 Uhr bis 20.15 Uhr, ab 20.15 Uhr bis 22.00 Uhr der Zischtigs-Club die Halle benützen kann. Dieser Neuordnung stimmen die Mitglieder der Männerriege in einer schriftlichen Abstimmung grossmehrheitlich zu. Die neue Regelung gilt ab dem 1. Januar 2000. Es ist vorgesehen, ab diesem Zeitpunkt durch eine Zweiteilung des Turnbetriebes für die älteren Semester das Senio-renturnen vermehrt zu fördern. |
| 2000 | Die letztes Jahr beschlossene Turnstundenverschiebung hat sich gut ein-gespielt. Da aber immer noch keine jüngeren Kameraden zusätzlich ge-worben werden konnten, ist auch die vorgesehene Aufteilung in zwei Riegen Makulatur geblieben. Neben dem Mitmachen an der gemeinsa-men Chlausfeier mit Turnverein und Turnerinnen triff man sih noch zu einer internen Feier bei Ruedi Horat. Man beschliesst beim 50 Jahrjubi-läum des Turnvereins Ibach 2001 mitzumachen und einen finanziellen Beitrag zu leisten. |